Wie du dich auf ein Fotoshooting vorbereiten solltest

Wenn du noch nicht so viel Erfahrung mit Fotoshootings hast, können dir die folgenden Tipps vielleicht am Anfang helfen. Ob du zu einem Testshooting, einem Sedcardshooting oder einem Auftragsshooting gehst, spielt dabei erst einmal keine Rolle. Professionalität und Zuverlässigkeit werden auf jeden Fall von dir erwartet.

Am Tag vor dem Shooting

…solltest du auf jeden Fall früh ins Bett gehen und dafür sorgen, dass du am nächsten Tag ausgeruht zu deinem Fototermin erscheinst. Ausserdem solltest du dich und deinen Körper pflegen und die Haare waschen.

Am Shootingtag

…soltest du die Haare nicht mehr waschen, da sie dann für den Haar-Stylisten schwieriger zu frisieren sind. Auch fettende Hautcremes solltest du nicht verwenden und – wenn du von einer Visagistin geschminkt werden sollst – komplett ungeschminkt am Set erscheinen. Visagisten hassen es, wenn sie dich erst mühsam abschminken müssen, bevor sie mit ihrer eigentlichen Arbeit anfangen können.

Wenn kein Visagist zur Verfügung steht und du dich selbst schminken sollst (was bei Testshootings aber auch bei Lifestyle-Shootings durchaus vorkommen kann), sprich vorher genau mit dem Fotografen ab, wie du dich schminken sollst. Im Zweifel schmink dich nur leicht und nimm deine Schminkutensilien mit.

Kleidung

Wenn du selber Kleidung zum Shooting mitbringen sollst, besprich mit dem Fotografen, was er sich vorstellt. Wird Kleidung gestellt, bring neutrale Unterwäsche mit, die sich möglichst wenig abzeichnet.

Sind Unterwäsche- oder Bikiniaufnahmen geplant, trage vor dem Shooting nur weiche, lockere Kleidung, die keine Abdrücke auf der Haut hinterlässt (vermeide auch Sockenränder!).

Kontakt zum Fotografen

Viele Newcomer wollen zwar gerne vor die Kamera, fürchten sich aber vor den Fotografen. Das passt nicht gut zusammen!

Arbeite nur mit Fotografen, denen du vertraust. Nutze deinen gesunden Menschenverstand und lass dich weder von großen Sprüchen noch von Horrorgeschichten beeindrucken.

Telefoniere mit dem Fotografen im Vorfeld des Shootings und gewinne einen persönlichen Eindruck. Stell alle deine Fragen und sei erst zufrieden, wenn diese beantwortet sind. Lass dir den Modellvertrag oder das Modelrelease vorher schicken und lies es durch.

Wenn der Fotograf von deiner Agentur empfohlen wurde, vertrau deiner Agentur. Wenn du deiner Agentur nicht vertraust, such dir unbedingt eine andere!

2014-02-28T12:59:58+00:00By |Allgemein, Model werden|2 Comments

About the Author:

Ich bin professioneller People-Fotograf und Life-Coach und arbeite sowohl mit Models als auch mit "ganz normalen" Menschen. Wenn du eine Frage hast oder eine Anmerkung, oder eine Erfahrung mit anderen teilen möchtest, schreibe einen Kommentar zum passenden Artikel oder sende mir eine Nachricht über das Kontaktformular.

2 Comments

  1. R.Reusser 28. September 2012 at 14:21 - Reply

    Zuerst einmal Danke für die zahlreichen, sehr wertvollen Tipps auf Ihrer Hompage.
    Gerade die Buchtipps für Models finde ich klasse, denn durch solche Bücher kann man sein Model-Know-how erweitern (was ja nicht unwichtig ist, wenn man ein professionelles Model werden will).
    Im Moment stehe ich noch am Anfang meiner Modelkarriere.
    Bevor ich nun mehrere Shootings absolviere und zu Castings renne, möchte ich mir zuerst ein ausreichendes theoretisches Fachwissen zum Beruf Model aneignen.
    Ich habe schon fleissig recherchiert. Doch einige Dinge sind mir noch unklar, das liegt wohl daran, dass ich ständig alles hinterfrage. 😉

    Ich weiss nun, was eine Option ist: Ein Kunde hat für einen konkreten Job angefragt, sich aber noch nicht entgültig entschieden…
    Aber was ist den eine Wetteroption? Hat der Kunde dann schon jemanden für einen konkreten Job ausgesucht, aber der Job wird nur bei bestimmten Wetter durchgeführt?
    Und was sollte man bei einer Wetteroption als erstes tun?
    Ich habe mir zu dem gefragt, was es so für verschiedene Kundengruppen gibt.
    Zum einen sind es doch die Fotografen, Visagisten, Make-up und Hairstylisten, die ihr Portfolio erweitern möchten und die entstanden Bilder während eines Shootings für Eigenwerbung nutzen. Dann gibt es ja Modedesigner, die ihre Kleider auf Fashionshows präsentieren möchten. Und zu guter Letzt kommen grössere Firmen, die für ein bestimmtes Produkt werben. Dieses Produkt muss ein Model dann perfekt in Szene setzen.
    Gibt es noch andere Kundengruppen? Habe ich was Wichtiges vergessen?

    Ein andere persönliche Frage von mir lautet:
    Was sollte ich als Model beim Job alles dabei haben?
    Ich würde konkret sagen; eine frische, sympathische Ausstrahlung, gute Laune, meine Modelmappe und meine Sedcard, mein Handy (um immer erreichbar zu sein), meine Geldbörse, meinen Terminkalender (um wichtige Shootings oder Jobs notieren zu können), einen gut schreibenden Stift und einen Notizblock (um zusätzliche Infos ebenfalls fest halten zu können), mein Schminkset (bestehend aus einem Abdeckstift, Mascara, Foundation, Concealer, mind. 2 Lidschatten, mind. zwei Lippenstifte, durchsichtigen Lipgloss, transparentes Anti-Glanz-Puder) mein Lieblingsparfum (macht gute Laune), ein paar Haargummis (ohne Metall, damit die Haare nicht kaputt gehen), zuckerfreie Kaugummis (für frischen Atem), eine Frucht für den kleinen Hunger (Apfel, Banane, worauf man Lust hat), ausreichend zu trinken, ein paar Modezeitschriften (um mögliche Wartezeiten zu verkürzen und um über aktuelle Trends informiert zu sein), einen Fahrplan für alle öffentlichen Verkehrsmitteln.
    Wenn ich zu einem Casting gehen würde, würde ich wohl Turnschuhe tragen und die Absatzschuhe mitnehmen, um die Schuhe dann kurz vor dem Casting zu wechseln.
    Wenn es darum geht, welche Dinge man einpacken sollte, bin ich immer ziemlich unsicher. Ich habe immer Angst etwas Wichtiges vergessen zu haben.

    Für ein Model ist es ja auch wichtig, bei einer Modelagentur unter Vertrag zu kommen. Eine Agentur hat die Aufgabe, den Kontakt zwischen Fotomodel und Kunden (Fotografen, Werbeagenturen, Designer etc.) herzustellen. Als „Lohn“ für ihre Leistung muss man der Agentur ja eine festgelegte Provision zahlen.
    Ich habe mal gelesen, dass diese Agenturprovision bei bundesweit 25 Prozent liegt.
    Die Agentur darf aber wenn das Model seine Gage vor der eigentlichen Zahlung des Kunden erhält, eine Provision von 30 % verlangen.
    Aber was bedeutet eigentlich diese Provision? Wird dem Model pro Job, pro Monat oder pro Jahr einen bestimmten Prozentsatz am Lohn abgezogen?
    Oder ist das ausgehändigte Geld bereits der „Netto-Betrag“? Muss man der Agentur monatlich Geld überweisen oder regelt das die Agentur selbst?
    Und wie hoch dürfte die Agenturprovision sein? Kann auch eine Provision von 50 Prozent verlangt werden? Wie ist das bei den internationalen Topmodels?
    Ich weiss es sind sehr viele Fragen… Aber ich will nicht mit Unsicherheit ins Modelbusiness starten.

    Nun noch eine aller letzte Frage: Welche Tätigkeiten managet ein Booker für ein Model? Ich weiss Modelscouts und Booker sind fester Bestandteil einer Modelagentur. Aber was machen die eigentlich. Ein Modelscout sucht sozusagen Nachwuchsmodel; hübsche junge Menschen, die als Model geeignet wären. Wir kennen ja die Geschichte von Eva Herzigova, Naomi Campbell etc. Ein Booker sorgt für die Buchung der Models, er organisiert Foto- oder Filmproduktionen, sowie die Reisen für die Models, zudem verhandelt er die Gage für das Model und informiert sich über die neusten Trends in der Modebranche. Er pflegt Kontakte zu Stylisten, Moderedaktionen und Fotografen. Ich habe auch gehört, dass er für die Zuammenstellung und Erneuerung von Sedcard und Modelmappe verantwortlich ist – stimmt das?

    Nun bin ich fertig mit der Fragerei und freue mich auf interessante Antworten.

    Vielen Dank im Voraus

    Mit lieben Grüssen
    R.Reusser

    • hendrik 1. Oktober 2012 at 09:06 - Reply

      Danke für den ausführlichen Kommentar.
      Schön, dass du dich so genau vorbereitest!

      Zum Thema Provision: Das übliche Verfahren ist, dass die Agentur das Geld vom Kunden bekommt und dir dann deinen Anteil abzüglich der Provision auszahlt. Wenn ein Job also 100,- EUR vom Kunden einbringt und in deinem Vertrag eine Provision von 25% steht, gibt dir die Agentur 75,- EUR weiter und behält 25,- EUR (= 25%) als Provision ein.
      In Deutschland darf die Provision eine bestimmte Höhe (prozentual) nicht übersteigen. Dazu gibt es rechtliche Bestimmungen. Ich möchte hierzu auf das Buch zum Thema Recht aus meiner Buchliste unter Tipps verweisen.

      Ein Booker vermittelt Fotomodelle an Kunden. Dazu kann er sie aktiv bei seinen Kunden anbieten oder auf deren Nachfrage mit Vorschlägen für bestimmte Models reagieren. Mit der Organisation von Fotoproduktionen hat er üblicherweise nichts zu tun. Darum kümmern sich die Werbeagenturen und Fotografen.

      Beste Grüße und einen guten Start
      Hendrik

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